Der 1. FC Saarbrücken hat am 30. Juli ein gemeinsames Statement der 20 Clubs der 3. Liga veröffentlicht. Anlass war die Managertagung vom 28. und 29. Juli. Die Drittligisten verlangen eine dauerhaft tragfähige Regelung, bei der jeder Regionalliga-Meister direkt aufsteigen kann.
Die Clubs erinnern daran, dass die 3. Liga seit 2018 vier Absteiger stellt. Diesen Schritt verstehen sie als eigenen Beitrag zu einer Reform, deren strukturelle Antwort auf Regionalliga-Ebene weiterhin aussteht. Das ist die gemeinsame Position der Drittligisten – kein bereits gefasster Verbandsbeschluss.
Der DFB hatte im März zwei Modelle vorgestellt, die beide eine viergleisige Regionalliga vorsehen. Bei einem späteren Beschluss wäre eine Einführung zur Saison 2028/29 möglich. Im Mai stellte der Verband zugleich klar: Zuständig für den weiteren Prozess sind die Regionalliga-Träger; ein Termin für das Meinungsbild der Vereine stand damals noch nicht fest.
Warum dieses Thema in Saarbrücken keine abstrakte Verbandsdebatte ist, zeigte 2018. Der FCS wurde Meister der Regionalliga Südwest und musste trotzdem gegen den Meister der Regionalliga Bayern um den Aufstieg spielen. Auf das 2:3 gegen 1860 München im Hermann-Neuberger-Stadion folgte ein 2:2 im Rückspiel. Eine starke Saison endete, weil zwei zusätzliche Spiele mehr zählten als die zuvor erarbeitete Meisterschaft.
Relegation kann große Abende produzieren. Sie ist trotzdem kein gerechter Ersatz für den direkten Aufstieg eines Meisters. Wer über eine komplette Saison vorne steht, muss den sportlichen Weg nach oben erhalten. Das gilt für Saarbrücken 2018 genauso wie für jeden anderen Regionalligameister.
Für den FCS ändert das Statement deshalb noch keinen Spielplan und keine sportliche Regel. Es macht aber sichtbar, welche Linie der Verein auf Ligaebene mitträgt. Der nächste belastbare Schritt wäre ein dokumentiertes Meinungsbild der Regionalliga-Clubs und anschließend eine Entscheidung über eines der beiden Modelle.