Am Ende bleibt das bittere Pokalaus gegen Hertha. 1:1 nach 120 Minuten, dann raus im Elfmeterschießen.

Trotzdem gibt es aus diesem Spiel einen Namen, über den man reden muss: Kevin Broll.

Der FCS-Torwart hat gegen Hertha einen richtig starken Abend erwischt. Gerade in den Phasen, in denen die Berliner Druck gemacht haben, war Broll da. Ruhig, konzentriert, ohne großes Theater.

Und vor allem: mit wichtigen Paraden.

Schon früh musste Saarbrücken aufpassen, dass Hertha nicht direkt Kontrolle über das Spiel bekommt. Broll hielt dagegen. Später rettete er mehrfach stark und hielt den FCS damit überhaupt erst in der Partie.

Die Szene in der Verlängerung gegen Luca Schuler war dann wahrscheinlich seine stärkste Aktion. Aus kürzester Distanz kommt der Abschluss – und Broll bekommt irgendwie noch etwas dazwischen.

So eine Parade kann ein ganzes Spiel retten.

Und genau das hat sie getan.

Ohne Broll wäre der Abend wohl früher vorbei gewesen

Natürlich war das kein Spiel, das nur wegen eines Torwarts so lange offen blieb. Saarbrücken hat gekämpft, Wege gemacht, sich reingeworfen.

Aber Broll war hinten der Mann, der die Fehler und brenzligen Situationen aufgefangen hat.

Das gehört auch zur Wahrheit dieses Pokalabends.

Beim Hertha-Tor war für ihn wenig zu machen. Ansonsten hat er sehr vieles weggenommen, was gefährlich wurde.

Das war keine unauffällige, ordentliche Leistung.

Das war ein Auftritt, nach dem man sagen kann:

Broll hat Saarbrücken im Spiel gehalten.

Und jetzt wird es interessant

In den ersten beiden Ligaspielen stand Matteo Bignetti im Tor. Gegen Hertha bekam Broll seine Chance.

Nach so einer Leistung ist die Sache nicht mehr ganz so einfach.

Das heißt nicht, dass jetzt automatisch ein Torwartwechsel kommen muss. Dafür wäre es viel zu früh.

Aber Broll hat sich mit diesem Spiel ganz klar wieder in den Vordergrund geschoben.

Und damit stellt sich vor Hansa Rostock zwangsläufig die Frage:

Wer steht am Sonntag im Tor?

Bignetti, weil er bisher die Ligaspiele gemacht hat?