Der FCS nimmt aus Regensburg den zweiten Sieg im zweiten Ligaspiel mit. Das 1:0 fällt erst in der Nachspielzeit: Calogero Rizzuto bringt den Ball nach innen, Kai Brünker köpft ein. Der DFB führt den Treffer bei 90+5; der FCS beschreibt ihn als letzte Aktion. Deshalb bleibt der Bericht bei der belegten Aussage: Brünker entscheidet das Spiel in der Nachspielzeit.

Die erste Halbzeit war kein Einbahnstraßenfußball. Der Jahn kam zu Beginn besser in die Partie, der FCS setzte seine eigenen Nadelstiche. Nankishi schob nach einer Pick-Ablage vorbei, Bignetti parierte gegen Hobsch, Pick traf vor der Pause den Pfosten. Nach dem Wechsel hatten auch Boujellab, Staff und Seibold ihre Szenen. Der späte Sieg ist damit eine Belohnung für Durchhaltevermögen und nicht der Nachweis einer durchgehend überlegenen Vorstellung.

Die Einwechslungen geben dem Spiel die Schlusszeile: Brünker, Gürpüz und Lee kommen in der ersten Wechselphase, Vasiliadis und später Rizzuto folgen. Rizzutos Flanke und Brünkers Kopfball verbinden zwei Joker direkt mit dem Siegtreffer. Das ist ein klarer Befund dieses Spiels; eine feste Hierarchie oder eine dauerhafte Joker-Garantie lässt sich daraus nicht ableiten.

Argirios Giannikis nennt die Partie taktisch anspruchsvoll und in Wellen verlaufend. Das deckt sich mit dem Spielbericht: Regensburg hat seine Phasen, der FCS übersteht sie und erzeugt selbst Chancen. Der FCS steht nach zwei Spielen mit sechs Punkten und 6:2 Toren auf Rang zwei hinter dem MSV Duisburg. Das ist ein starker Zwischenstand, aber nach zwei Partien noch keine Rangordnung für die Saison.

Der Blick geht jetzt zum DFB-Pokal gegen Hertha BSC im Ludwigspark. Der Regensburg-Sieg liefert dafür zwei nutzbare Signale: Die Mannschaft blieb auch ohne frühe Führung handlungsfähig, und die Bank veränderte den Ausgang. Daraus wird keine Siegansage gegen einen Zweitligisten. Gegen Hertha müssen Chancenqualität, Restverteidigung und die Belastbarkeit über ein weiteres Spiel erst wieder belegt werden.