Markus Thiele verantwortet seit Februar den Sport. Tobias Abel führt seit März Strategie, Marketing und Vertrieb, spricht für den Vorstand und betreut die Finanzen übergangsweise. Seit dem 24. März sind beide in Vereins- und Handelsregister eingetragen. Die neue Führungsstruktur ist damit nicht mehr bloß Ankündigung.
Seitdem wurden zentrale Stellen besetzt: Bastian Noth leitet die Lizenzspielerabteilung, Sebastian Jacob das Marketing, Dominik Hechler Medien und Kommunikation. Der Profikader wurde deutlich umgebaut. Gleichzeitig meldete der Verein 8.350 Dauerkarten und damit einen Rekord. Das alles geschah in der Amtszeit der neuen Führung – es wäre aber unseriös, jeden Erfolg allein zwei Vorständen zuzuschreiben.
Der unangenehme Teil: Die Satzung sieht Vorstandsressorts für Sport, Finanzen sowie Strategie, Marketing und Vertrieb vor. Öffentlich benannt sind bisher Thiele und Abel; Abel führt Finanzen nur übergangsweise. Damit ist die versprochene Trennung noch nicht vollständig umgesetzt. Auch fehlen öffentlich sichtbare Zielmarken: Was soll nach hundert Tagen messbar besser sein? Wann kommt ein belastbarer Mitgliederbericht? Welche Linie verfolgt der Vorstand bei Ludwigspark, Kurvenkapazität und Stadionvertrag?
Eine moderne Vereinsführung darf Mitglieder nicht nur bei Wahlen brauchen. Sie muss Ziele nennen, Abweichungen erklären und Entscheidungen so dokumentieren, dass Kontrolle möglich wird. Der Start war aktiv. Die nächste Stufe heißt Rechenschaft – nicht die nächste Personalie.